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Neuer Bluttest für Bauchspeicheldrüsenkrebs: Was die PANXEON-Studie wirklich zeigt

By Roie

Autor: Roie Medizinischer Gutachter: Arjun
Lesezeit: 5 min Veröffentlichungsdatum: 18/09/2026

Bauchspeicheldrüsenkrebs gilt als eine der tückischsten Krebsarten überhaupt. In der Schweiz erhalten jährlich rund 1800 Menschen diese Diagnose, die meisten davon über 70 Jahre alt – häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium. Diese Woche sorgt eine neue Studie für Aufsehen: Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des City of Hope Comprehensive Cancer Center hat im Fachjournal Nature Medicine einen Bluttest vorgestellt, der die Krankheit deutlich früher erkennen soll. Was steckt dahinter – und was bedeutet das für die Früherkennung insgesamt?

Warum Bauchspeicheldrüsenkrebs so spät erkannt wird

Die Bauchspeicheldrüse liegt tief im Bauchraum, umgeben von anderen Organen. Tumore verursachen deshalb lange keine eindeutigen Beschwerden. Erste Symptome wie Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Gelbsucht oder Verdauungsprobleme treten meist erst auf, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Ein etabliertes Screening-Programm für die Allgemeinbevölkerung gibt es bisher nicht – anders als etwa bei Brust- oder Darmkrebs. Risikofaktoren sind unter anderem regelmässiges Rauchen, starkes Übergewicht, chronische Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Typ-2-Diabetes sowie erbliche Krebssyndrome.

Die PANXEON-Studie: Was wurde untersucht

Das Forschungsteam um Ajay Goel (City of Hope) untersuchte in einer prospektiven, multizentrischen Biomarker-Studie 1785 Personen mit und ohne Bauchspeicheldrüsenkrebs aus vier Ländern. Der neue Test, PANXEON genannt, kombiniert drei molekulare Signale aus dem Blut – zirkulierende microRNAs, microRNAs aus Exosomen sowie das bekannte Tumormarker-Protein CA19-9 – und verrechnet sie mithilfe künstlicher Intelligenz zu einem Risikowert.

Was die Zahlen zeigen

Tabelle
Kennzahl Wert

Sensitivität Stadium I–II.

86,8 %.

Falsch-positiv-Rate (niedriges Risiko).

3,2 %.

Falsch-positiv-Rate (hohes Risiko).

15,6 %.

Teilnehmende.

1785 Personen aus 4 Ländern.

Publikation.

Nature Medicine, September 2026.

Die Autorinnen und Autoren bezeichnen PANXEON als einen Biomarker, der bestehende Früherkennungsstrategien ergänzen könnte – und betonen ausdrücklich, dass weitere grossangelegte, prospektive Studien nötig sind, bevor der Test in der klinischen Routine ankommt. Es handelt sich also um ein vielversprechendes Forschungsergebnis, nicht um einen morgen verfügbaren Reihentest.

Was ein Bluttest kann – und was nicht

Ein Bluttest wie PANXEON misst molekulare Spuren, die ein Tumor im Blut hinterlässt. Er zeigt jedoch keine Organe, keine Gewebestrukturen und keine Gefässe. Genau hier setzt bildgebende Vorsorge an: Ein Ganzkörper-MRI macht strukturelle Veränderungen sichtbar – etwa Raumforderungen, Organauffälligkeiten oder Gefässveränderungen –, die ein Bluttest grundsätzlich nicht erfassen kann. Beide Methoden beantworten unterschiedliche Fragen und schliessen sich nicht gegenseitig aus.

Molekulare Bluttests und strukturelle Bildgebung ergänzen sich, statt sich zu ersetzen. Bei Arvin Health Services erhalten Sie ein Ganzkörper-MRI-Screening, dessen Befunde ein Arzt persönlich mit Ihnen bespricht – als strukturelle Ergänzung zu Ihrer individuellen Vorsorge.

Was das für die Praxis bedeutet

Neue Biomarker wie PANXEON sind ein ermutigendes Signal dafür, dass Früherkennung in Bewegung ist. Für Privatpersonen bedeutet das aktuell vor allem eines: Warten Sie nicht auf den einen perfekten Test, der alles abdeckt – er existiert bislang nicht. Wer heute schon aktiv werden möchte, kann mit verfügbaren Mitteln wie einem Ganzkörper-MRI strukturelle Befunde abklären lassen, unabhängig davon, wann ein Bluttest wie PANXEON klinisch verfügbar sein wird.

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