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Bleiben Sie während der MRI-Untersuchung ruhig

By Mourad Kalai

Autor: Mourad Kalai Medizinischer Gutachter: Arjun
Veröffentlichungsdatum: 12/06/2026

Das MRI gehört zu den leistungsfähigsten diagnostischen Verfahren der modernen Medizin. Es hilft Ärztinnen und Ärzten, Erkrankungen des Gehirns, der Wirbelsäule, der Gelenke, der Organe und des Weichteilgewebes zu erkennen – ganz ohne Strahlenbelastung. Für viele Menschen ist jedoch allein der Gedanke, in einen MRI-Scanner zu liegen, mit grosser Anspannung verbunden. Klaustrophobie – die Angst vor engen, geschlossenen Räumen – ist einer der häufigsten Gründe, warum Patientinnen und Patienten vor oder während einer MRI-Untersuchung Angst erleben. In schweren Fällen kann diese Angst sogar dazu führen, dass die Untersuchung abgebrochen werden muss. Die gute Nachricht: Es gibt wirksame Strategien, mit denen die meisten Betroffenen ihre MRI-Untersuchung erfolgreich und ohne grossen Stress abschliessen können.

Warum löst ein MRI Klaustrophobie aus?

Der enge Röhrenraum, die Geräusche des Scanners und die Notwendigkeit, still zu liegen, können bei empfindlichen Personen typische Angstsymptome auslösen:

  • Herzklopfen oder Herzrasen
  • Kurzatmigkeit
  • Schwitzen
  • Schwindel
  • Panikgefühle
  • Starker Drang, den Scanner sofort zu verlassen

Studien zeigen, dass klaustrophobische Reaktionen während MRI-Untersuchungen relativ häufig sind und im schlimmsten Fall zu unvollständigen Bildgebungsstudien führen können, wenn sie nicht rechtzeitig adressiert werden.

Das medizinische Team frühzeitig informieren

Einer der wichtigsten Schritte ist gleichzeitig der einfachste: Sprechen Sie vor dem Untersuchungstermin offen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sowie dem Radiologieteam über Ihre Klaustrophobie. Viele Patientinnen und Patienten erwähnen ihre Angst erst, wenn sie bereits im Untersuchungszentrum ankommen. Wer die Angst jedoch frühzeitig meldet, gibt dem medizinischen Team die Möglichkeit, geeignete Massnahmen vorzubereiten und den passenden Scanner zu empfehlen. Radiologieabteilungen sind im Umgang mit klaustrophobischen Patientinnen und Patienten routiniert und können die Untersuchung oft individuell anpassen.

Wide-Bore oder offenes MRI anfragen

Die MRI-Technologie hat sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt – auch im Hinblick auf den Patientenkomfort. Viele Untersuchungszentren bieten heute zwei besonders geeignete Gerätetypen an:

  • Wide-Bore MRI: Diese Scanner haben eine grössere Öffnung als herkömmliche Geräte und bieten damit deutlich mehr Raum rund um den Körper.
  • Offenes MRI: Offene MRI-Systeme vermitteln weniger das Gefühl von Enge, da sie ein offeneres Design mit mehr Sichtfeld bieten.

Studien belegen, dass offenere Scannerdesigns klaustrophobische Reaktionen signifikant reduzieren – bei gleichbleibend hoher Bildqualität. Für Personen mit mittelschwerer bis schwerer Klaustrophobie kann diese Wahl einen entscheidenden Unterschied machen.

Entspannungs- und Atemtechniken einsetzen

Kontrollierte Atmung ist eine der wirksamsten Methoden, um Angstzustände während einer MRI-Untersuchung zu reduzieren. Eine einfache Übung:

  1. Langsam durch die Nase einatmen.
  2. Den Atem kurz anhalten.
  3. Langsam durch den Mund ausatmen.

Dieser Rhythmus verlangsamt den Herzschlag und dämpft die körperliche Stressreaktion. Ergänzend können folgende Methoden helfen:

  • Geführte Imagination
  • Achtsamkeitsübungen
  • Meditation
  • Progressive Muskelentspannung

Wer diese Techniken bereits vor der Untersuchung regelmässig übt, kann sie in der Situation deutlich effektiver einsetzen.

Augen schliessen – und geschlossen halten

Viele MRI-Fachkräfte empfehlen, die Augen bereits vor dem Einfahren in den Scanner zu schliessen und während der gesamten Untersuchung geschlossen zu halten. Diese einfache Massnahme reduziert das Bewusstsein für den engen Raum und hilft dabei, die Aufmerksamkeit auf die Atmung oder beruhigende Gedanken zu lenken. Manche Untersuchungszentren bieten auch Augenmasken an, um den Effekt zu verstärken.

Bei Arvin legen wir grossen Wert auf eine angenehme Untersuchungserfahrung. Unser Team begleitet Sie vor und während des Ganzkörper-MRIs und geht individuell auf Ihre Bedürfnisse ein. Sprechen Sie uns an – wir finden gemeinsam eine Lösung, die für Sie passt.

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Musik hören während der Untersuchung

Viele moderne MRI-Zentren bieten Kopfhörer oder Gehörschutzsysteme an, über die Patientinnen und Patienten während der Untersuchung Musik hören können. Musik erfüllt dabei gleich zwei Funktionen: Sie übertönt die lauten Klopfgeräusche des Scanners und lenkt die Aufmerksamkeit von der Enge weg. Viele Betroffene berichten, dass vertraute Musik das Erlebnis deutlich angenehmer macht.

Den Ablauf im Voraus kennen

Angst wird oft stärker, wenn man nicht weiss, was einen erwartet. Fragen Sie das Radiologieteam vor der Untersuchung:

  • Wie lange dauert die Untersuchung?
  • Liegt der Kopf oder der gesamte Körper im Scanner?
  • Wie kann ich während der Untersuchung Kontakt aufnehmen?
  • Sind Pausen möglich, wenn ich sie brauche?

Wer den Ablauf kennt, geht entspannter in die Untersuchung – Unsicherheit verstärkt Angst, Wissen reduziert sie.

Medikamentöse Unterstützung besprechen

Bei ausgeprägter Klaustrophobie kann eine Ärztin oder ein Arzt vor der MRI-Untersuchung ein leichtes Beruhigungsmittel verschreiben. Dieser Ansatz wird häufig dann eingesetzt, wenn frühere MRI-Versuche nicht erfolgreich waren oder wenn eine starke Angstreaktion zu erwarten ist. Wichtig: Nehmen Sie keine Medikamente ohne ärztliche Verschreibung ein. Falls eine Sedierung erfolgt, sollte jemand die betroffene Person nach der Untersuchung nach Hause begleiten.

Quellen & weiterführende Informationen

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine rechtliche oder medizinische Beratung. Bei konkreten Fragen wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder eine Fachperson.

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